Aktuelle Arbeitslosenzahl im Oktober 2015: Rekordtief erreicht

Die anhaltend gute Wirtschaftslage lässt die Arbeitslosenzahl im Oktober 2015 auf ein Rekordtief sinken. Denn so niedrig war die Arbeitslosenzahl zuletzt im November 1991. Dabei ist nicht nur der jährliche Herbstaufschwung, sondern auch die gute Wirtschaftslage für die positive Entwicklung verantwortlich.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich weiter positiv. Die Arbeitslosenquote ist von September auf Oktober um 0,2 Prozentpunkte auf 6 Prozent gesunken. Dabei ist die Zahl der arbeitslosen Menschen auf etwa 2.649.000 im Oktober 2015 gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von rund 59.000 Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat September sowie 83.000 Menschen ohne Arbeit zum Vorjahr. Dabei „hält die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weiter an“, so Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen im Oktober. Laut Zeit-Online habe es zuletzt vor über 20 Jahren weniger als 2,7 Millionen Arbeitslose gegeben. Damit erreichen wir im Oktober 2015 ein neues Rekordtief.

Ursachen für die positive Arbeitsmarktentwicklung im Oktober 2015

Die Ursache für den Rückgang der Arbeitslosenzahl im Oktober 2015 liegt zum einen an der guten Wirtschaftslage zum anderen an dem jährlichen Herbstaufschwung. Denn viele Unternehmen stellen gerade nach den Herbstferien wieder zunehmend neue Auszubildende ein. Zum anderen beginnt für viele Abiturienten die Universität. Aus diesen Gründen melden sich weitaus weniger junge Leute arbeitslos. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern nimmt zu sowie das Beschäftigungswachstum. Zudem hat sich die Unterbeschäftigung saisonbedingt verringert.

Arbeitslosigkeit: Prognose für das Jahr 2016

Experten befürchten, dass im kommenden Jahr die Zahl der Arbeitslosigkeit wieder ansteigt. Dabei rechnen sie vor allem damit, dass die Integration der zugewanderten Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt eine längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Denn viele müssen sich zuerst arbeitslos melden, bevor sie eine Tätigkeit aufnehmen können. Dies ist oft den fehlenden Qualifikationen, unzureichende Deutschkenntnissen oder der Abhängigkeit des Asylverfahrens geschuldet. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kann es Jahre dauern, bis sich die Zuwanderer in den Arbeitsmarkt integriert haben. Eine weitere Beeinträchtigung des Arbeitsmarktes könnte vermutlich durch den VW-Abgas-Skandal entstehen.